Italienurlaub - Teil 1

Sonntag, 28. August 2016

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Unser Italienurlaub in Luino

In unserem ersten Blogeintrag wollen wir euch von unserem Italienurlaub zusammen mit unseren Boyfriends berichten.
Wir haben dort vom 15. bis zum 21. August 2016 in einem kleinen Ferienhaus mit Blick auf den Lago Maggiore eine tolle Zeit genossen!


Der Blick vom Balkon aus auf den See

Tag 1: Montag, 15.08.2016

Heute ist Anreisetag!
Wir haben gestern Abend alle schon die restlichen Sachen in unsere Koffer gepackt und nur das Nötigste für den nächsten Morgen bereitgelegt. 

Um 5.30 klingelt der Wecker, um 6.00 ist Abfahrt.
Das Gepäck ist wie bei Testris perfekt im Kofferraum gestapelt und nur das Proviant kommt zu Jördis und Pauline auf die Rückbank.


Die Jungs sitzen vorne und kümmern sich um gute Musik. Auf gehts!

Alle sind froh, dass es nun endlich in den langersehnten Urlaub mit den besten Freunden geht. Auf der mehr als achtstündigen Fahrt in den Süden wird gequatscht, zu den Liedern der Playlist gesungen und auch viel geschlafen. Wir legen zwei drei Pausen ein und erfreuen uns an unserem Proviant. So langsam werden die Berge immer höher und auch die Temperaturen steigen. 

Endlich sind wir da! Bei kühlen Temperaturen sind wir in Deutschland eingestiegen und bei angenehmen 24°C steigen wie in Italien wieder aus. Es ist herrlich und unsere Ferienwohnung begeistert alle gleichermaßen!
Der Ausblick ist faszinierend: zwischen mehreren Palmen blicken wir über das Städtchen Luino direkt auf den See, der zwischen den Bergen liegt (s.o.).

Heute richten wir uns ein, entscheiden wer in welchem Zimmer schläft und kaufen für den ersten Abend und den nächsten Tag schon etwas ein.
Verwundert, dass es in den Geschäften vor Ort kein fertig mariniertes Grillfleisch gibt, aber ansonsten zufrieden mit unserer Ausbeute, machen wir uns zurück auf den Weg zur Wohnung. Nachdem wir dort alles eingeräumt haben begeben wir uns noch einmal hinunter in die Stadt.
Diesmal ohne Auto aber mit Vorfreude auf den steilen Berg, der uns auf dem Rückweg erwartet...
Glücklich, gesund und sicher angekommen zu sein, zufrieden und überwältigt von den ganzen Eindrücken, die wir heute aufgenommen haben, total k.o. von der Fahrt und dem steilen Berg zurück zur Wohnung und gesättigt vom grillen, fallen wir Abends allesamt in unsere Betten.

Tag 2: 16.08.2016

Wir haben die erste Nacht alle gut überstanden, wurden aber von etlichen Mücken geplagt und haben jeder ziemich viele Stiche... vor Allem an den Beinen. Darüber lässt sich aber hinwegsehen.

Beim Frühstück mit Rührei und Kaffee besprechen wir, was wir heute machen wollen.
Jannik, Jördis' Freund, der schon mit seinem Vater in Luino im Motorradurlaub war, kennt die Gegend ein wenig und schlägt vor zur Alpe di Neggia in der Schweiz zu fahren.
Die Alpe di Neggia ist quasi ein Sattel zwischen dem Monte Tamaro im Osten und dem Monte Gamborogno im Westen. Wir räumen zusammen den Tisch ab, spülen und packen unsere Sachen. Dann gehts los.
 

Über eine langen Pass und unendliche Serpentinen fahren wir den Berg hinauf. Je weiter wir nach oben gelangen, desto schmaler scheint die Straße zu werden.
Ausgerechnet in einer Kurve muss uns dann noch ein Linienbus entgegen kommen.
Wir Mädels halten nur den Atem an, aber die Jungs haben zum Glück alles im Griff und manövrieren uns geschickt aus dieser Situation.

Jetzt geht alles ganz schnell und wir sind nach ein paar weiteren Kurven oben angelangt.


Der Ausblick ist herrlich! Zwischen den zwei Bergen hindurch kann man auf den Lago Maggiore blicken, der vor uns liegt.
Direkt vor der Almhütte, die dort steht, grasen viele Kühe mit ihren Kälbern und bimmeln mit den Kuhglocken.
 


Von unserem Standpunkt aus kann man das Gipfelkreuz des Monte Gamborogns sehen und uns packt der Ehrgeiz: Wir beschließen, ganz spontan dort hoch zu wandern.

Also los geht's. Voller Tatendrang machen wir uns auf den Weg.
Schon bald wird es sehr anstrengend, und die Wege werden steiler und auch steiniger.

Weiter oben bilden große Steine den Weg, über die wir klettern müssen. Das macht aber allen viel Spaß. Nach und nach finden wir unseren Weg bis zur Spitze.

Wir machen unterwegs viele Fotos und Lukas, Pauline's Freund, macht die ersten GoPro aufnahmen für diesen Urlaub. Nach guten 1,5 Stunden sind wir endlich oben angekommen und ruhen uns beim Gipfelkreuz aus. Zufällig finden wir das Gipfelbuch und freuen uns total, uns auch eintragen zu können. Wir sind alle stolz auf uns und genießen die überwältigende Aussicht.
 
Dann machen wir uns auf den Weg zurück, diesmal auf einem anderen Weg.
Auf diesem kommen wir zwar viel schneller nach unten, er ist aber auch viel steiler und vor allem der obere Abschnitt ist viel unwegsamer... Trotzdem kommen wir alle sicher unten an.

In der Zwischenzeit haben wir beprochen, wie unser Tag weiter verlaufen soll. 
Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir heute wieder einkaufen, um Abends zu grillen. Dieses Mal wollen wir aber selbst marinieren!

Zu Hause angekommen machen wir Mädels uns gleich ans Werk. Ohne eine Idee, was überhaupt in eine gute Marinade hinein gehört, mixen wir Öl mit Tomatenmark, Gewürzen, Knoblauch und Zwiebeln. Das Fleisch darf in dieser Mischung eine Stunde im Kühlschrank liegen und wird dann auf den Grill gepackt.
Zu unser Aller Überraschung schmeckt es hervorragend! Wir sitzen noch lange draußen auf unserem Balkon und lassen es uns gut gehen.

Tag 3: 17.08.2016

Heute ist Markttag!
Wir stehen früher auf als gestern und frühstücken wie gewohnt draußen auf der Terasse.
Mittlerweile haben wir uns alle ganz gut eingelebt.


Als wir uns gerade den steilen Berg hinunter begeben wollen erwartet uns eine Überraschung: Unter dem Scheibenwischer an unserem Auto klemmt ein Brief. Doch hoffentlich kein Strafzettel? Nein! Ein Pärchen, welches gebürtig aus unserer Nähe kommt und nun in der Schweiz lebt, hat das am Nummernschild erkannt und uns in einem netten Brief geschrieben, wie sehr es sich über die Urlauber aus der Heimat freut.
Da der Brief über Nacht total durchnässt ist, legen wir ihn erst einmal zum Trocknen in die Sonne und machen uns auf den Weg hinunter in die Stadt.
 

Schon von weitem sehen wir viele Menschen und schnappen Fetzen von Sprachen verschiedenster Länder auf. Der Mercato di Luino ist anscheinend sehr bekannt.
Überall stehen Marktstände an denen die unterchiedichsten Sachen verkauft werden.
Wir bahnen uns einen Weg durch die Menge und schauen auf die Theken der Verkäufer.
Anfangs sehen wir viele Stände, an denen Kleidungsstücke, Handtaschen, Sonnenbrillen und Schmuck verkauft wird. Wo bleibt das Essen fragen wir uns?
Wir suchen ein bisschen weiter und finden die erstehnten Stände schließlich.


Viel Obst und Gemüse, getrocknete Früchte 
und Wurst und Käse in allen erdenklichen Kreationen; eingelegte Oliven, Knoblauch und Peperoni; verschiedene Pasten, Gebäck und Süßigkeiten.
Das Beste ist, dass man überall probieren darf! Es ist aber auch spannend einfach mal einen Moment stehen zu bleiben und die Meschen zu beobachten.
Unser Weg führt uns an den Blumenständen vorbei, wo die schönsten Blumen stehen.
 

 Völlig überwältigt von so vielen Eindrücken, Gerüchen und Geschmäckern machen wir uns wieder auf den Weg zurück den steilen Berg nach oben, zu unserer Ferienwohnung.
Dort angekommen kochen wir uns Pasta und planen den Nachmittag, außerdem antworten wir unseren Brieffreunden noch auf ihre liebe Nachricht und fragen sie nach Ausflugstips für Luino. Den Brief schmeißen wir dann bei der Angegebenen Adresse in den Briefkasten.
 

Wir entscheiden uns dazu, im See zu baden und fahren zu einer Stelle, die wir gestern Vormittag auf unserer Fahrt zur Alpe di Neggio von der Straße aus entdeckt haben.
 

Der "Strand" besteht aus vielen Steinen, wir finden aber eine Stelle, wo diese nur sehr klein sind und wir unsere Handtücher ausbreiten können. Nachdem wir die schöne Ausssicht genossen haben wagen wir uns ins Wasser. Die GoPros natürlich mit dabei. 

Es ist kalt, aber nach ein paar Minuten wirklich angenehm bei den Temperaturen.
Wir trauen uns nicht mehr als 3-4 Meter hinaus zu schwimmen, da man ab dort unter Wasser eine Art Kante sehen kann, ab der es augenscheinlich sehr tief nach unten geht... gruselig.


Aber auch am Rand des Sees haben wir viel Spaß und entdecken sogar kleine Fischchen, die an unseren Füßen knabbern. Wir schaffen es allerdings nicht, einen zu fangen.


So langsam zieht es sich zu und wir treten den Rückweg an.
Es beginnt ein wenig zu Regnen und als wir wie jeden Abend beim Essen auf dem Balkon sitzen können wir ein Gewitter beobachten, welches weiter hinten in den Bergen aufgezogen ist.
 

Morgen wollen wir uns auf die Spuren von James Bond begeben...